Kulinarium: Rezept Ramsauer Hochzeitskrapfen

Ramsauer Hochzeitskrapfen

„Von evangelischen und katholischen Krapfen …“

Skurril aber wahr, die protestantische Ramsau bäckt andere Krapfen als die Katholischen im Tal. Die schattseitiggelegenen Bewohner der Tauern –Nordhänge mussten ihre Krapfen mit Roggenmehl zubereiten („katholische Krapfen“), da nur in der sonnigen Ramsau der Weizen reifte. Daher nennt man die feineren, aus Weizenmehl, mit Germ und Butter zubereiteten Krapfen „evangelische Krapfen“. Verwirrend, nicht wahr, wo doch die Evangelische Kirche für ihre Sparsamkeit bekannt ist. Wie dem auch sei: Traditionell hat hier jede Festzeit ihre spezielle Krapfenform. Besonders schmackhaft: die süßen „Heilig-Geist-Krapfen“ oder auch die originellen Strauben.

 

Zutaten:
1 kg glattes Weizenmehl
Salz
Rosinen
Etwas Zucker für Germ
125 g Butter
¼ Becher süßen Rahm (Obers)
¼ l Milch
Etwas Mineralwasser
1 Germ (Hefe)
Etwas Öl
Etwas Rum
2 ganze Eier
5 Dotter
Butterschmalz zum Ausbacken

Zubereitung:
Aus den Zutaten einen Germteig bereiten. Nicht zu festen Teig anmachen, gehenlassen. Kleine Kugeln formen, gehen lassen, klein austreiben und im Butterschmalz heiß ausbacken. Mit Staubzucker bestreut servieren. Warme Temperaturen und schnelle Verarbeitung sind sehr wichtig!

Brauchtum:
Ohne Rosinen und ohne Rahm sind es Germkrapfen,sozusagen „Woarzene Bauernkrapfen“,die groß und dünner ausgewalkt werden. Diese„Evangelischen Krapfen“ isst man meist mit Honig oder Zucker bestreut, die pikante Variante wird mit Steirerkas gefüllt. Die „Ramsauer Hochzeitskrapfen“ oder „Sterbekrapfen“ sind eine Abwandlung der Evangelischen Krapfen. Diese Krapfen werden traditionell bei Hochzeiten oder im Todesfall von den Verwandten gebacken.

Krapfenvariation: Roggene, Weizene, Rosen-, Heiliggeist-Krapfen und Strauben sowie Hochzeitskrapfen.

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