Hoch hinauf zum Guttenberghaus – die Ramsauer Königsetappe

Königsetappe2
Mit 2.146 m Seehöhe, hoch über der Ramsau, ist das Guttenberghaus ein lohnendes Wanderziel und Ausgangspunkt für viele Wanderungen, Gipfel und Klettersteige. Gerade erst wurde das 100-jährige Bestehen der gemütlichen Hütte gefeiert. Sie ist von der Ramsau aus gut zu sehen, liegt auf einem vorgelagerten grünen Hügel und ist eingebettet zwischen dem felsigen Gipfelzug der Scheichenspitze und dem Sinabell. Wanderausgangspunkt ist der P unterhalb des Hotel Feisterer in der Ramsau. Dort beginnt der steile Anstieg der zunächst auf einem Almzufahrtsweg durch den Wald bis zur urigen und einladenden Lärchbodenalm führt. Dann geht es in Serpentinen weiter durch Latschengassen bis hinauf zu den Felsen der Fischermauer. Damit ist schon mehr als die Hälfte des 1.000 m Anstieges geschafft. Der Steig führt nun durch die freien, grünen Hänge des Tiefkars, gewährt schöne Tiefblicke und die Felswände des Sinabell rücken immer näher. Bei der Hütte lädt die aussichtsreiche Terrasse ein zur wohlverdienten Rast und Stärkung. Das Guttenberghaus ist kinderfreundlich, ein alpiner Abenteuerspielplatz und ein wichtiger Wanderknotenpunkt. Da wäre der Weg zum Gletscher, die Überquerung des verkarsteten Hochplateaus Richtung Norden zum Krippenstein oder der Aufstieg zur Scheichenspitze und Ramsauer Klettersteig. Mein Vorschlag, die Königsetappe, ist zwar eine anstrengende Bergwanderung, aber landschaftlich großartig. Vom Guttenberghaus geht es kurz hinauf zur Feisterscharte, dort wenden wir uns nach Osten und wandern eher sanft an den Nordnhängen von Sinabell und Wasenspitze bergab. Reizvoll ist der Tiefblick auf den kleinen, in einem Felskessel ruhenden Höllgrabensee und die Aussicht über die Landschaft „Am Stein“. Ein verkarstetes Hochplateau das sich über 20 km2 im Norden und Osten des Dachstein erstreckt, wo kleine Felsgipfel, grüne Hügel, Zirbenwälder und tief eingeschnittene Kare eine wundersame Landschaft bilden. Es folgt eine felsige Blockhalde und bei der nächsten Wegkreuzung folgen wir der Markierung Nr. 619 hinunter in das Silberkar. Wieder hat sich die Aussicht geändert und frei reicht der Blick nach Süden zu den Tauerngipfeln, während der Steig zunächst oberhalb der Baumgrenze eher moderat hinunter zur nicht bewirtschafteten Stangalm führt. Dann allerdings geht es steil und steinig in Serpentinen hinunter zur Silberkarhütte. Diesen gemütlichen Rastplatz hat man sich auch wirklich verdient; gute Bioprodukte versöhnen mit dem anstrengenden Abstieg. Das restliche Wegstück ist noch einmal anders und kurzweilig. Es geht durch die Silberkarklamm am Schleierfall vorbei, über Stiegen und Stege immer am rauschenden Bach bergab. Am Klammausgang (Klammerhaltungsgebühr) nehmen wir den rechten Pfad zur Jausenstation Fliegenpilz und wandern auf gutem Waldweg Nr. 7 bis zur Rössingstraße (Lodenwalke), folgen dieser bis zur markierten Abzweigung Angerer, biegen rechts ab (Nr. 1) und gehen die letzten 20 Minuten leicht bergan bis zum P Hotel Feisterer.
Fazit
Lang und steil, schöne Aussichten und gemütliche Hütten – abwechslungsreich!
Fakten
Wanderausgangspunkt: Ramsau – Guttenberghaus P unterhalb Hotel Feisterer
Markierung: Nr. 616 bis Feisterscharte, Nr. 618 bis Wegkreuz, Nr. 619 Abstieg ins Silberkar
Gehzeit: Guttenberghaus Aufstieg ca. 2.5 Std., Königsetappe 7 – 8 Stunden
Höhendifferenz: Guttenberghaus 1.000 m,  1.050 m  bis Feisterscharte: höchster Pkt.
Einkehren: Hotel Feisterer, Lärchbodenalm, Guttenberghaus, Silberkarhütte, Jausenst. Fliegenpilz
Info
Tourismusverband Ramsau am Dachstein – www.ramsau.com – info@ramsau.com – +43 3687 81833
Der Stempelpass für die Königsetappe
Das „Gelbe Trikot“ gibt es mit einem vollständig ausgefüllten Stempelpass für die Königsetappe bei Intersport Bachler in Ramsau Ort.
Die Stempelpässe sind im Tourismusverband, beim Intersport Bachler und bei den Stationen erhältlich.
Buchtipp
 „Wandererlebnis Steiermark“ von Reinhard Lamm. Er hat die schönsten leichten Berg- und Genusswanderungen (46) in einem Bildband zusammengefasst.
Übersichtlich mit Skizzen und schönen Bildern ausgestattet, sowie liebevollen Text Auszügen vom „Wanderer Peter Rosegger. Der Wanderführer Steiermark  „Die grünen Berge“
hat wieder 40, zum Teil besonders kinderfreundliche Wanderungen zum Inhalt. Erhältlich im guten Buchhandel und online: www.lamm.at
Quelle & Text: Reinhard Lamm
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