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ABC- Nachwuchs für den ÖSV

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Junge Ramsauer auf dem Weg zur Weltspitze

Franz-Josef Rehrl

In der Luft ist Franz-Josef Rehrl in seinem Element – egal ob beim Paragleiten oder Springen. Kein Wunder, dass die Sprungschanze in Ramsau am Dachstein zu seinen Lieblingsorten zählt. Aber auch in der Loipe fühlt sich der nordische Kombinierer wohl, wo er ebenfalls seine Leistung immer auf den Punkt bringen will. Mit 6 Jahren startete Franz-Josef mit dem Schispringen, drei Jahre später stand er zum ersten Mal auf Langlaufschi. Die Herausforderung der zwei Sportarten faszinierte ihn und so begann er 2005 mit dem professionellen Training als nordischer Kombinierer. Es folgten zahlreiche Erfolge – beispielsweise der Junioren Weltmeistertitel mit der Mannschaft oder ein 4. Platz bei der Junioren-WM – und einige Weltcupstarts. Heute trainiert Franz-Josef im A-Kader des ÖSV, seine nächsten großen Ziele sind ein Platz in den Weltcup Top 20 sowie die Qualifikation für Olympia und die WM. Abseits der Schanze und Loipe trifft man den 22-jährigen Ramsauer meist in der Luft beim Paragleiten oder am Gamsfeldgassl, „da hat man so einen schönen Ausblick.“

Tamra Steiner

Für unsere Leser hat die Nachwuchsbiathletin Tamara Steiner einen ganz besonderen Tipp für den Urlaub in Ramsau am Dachstein: Einmal früh aufstehen und auf einer Anhöhe den Sonnenaufgang beobachten. Selbst geht die 18-jährige Ramsauerin am liebsten auf den „Grabenbloak“, wo sie auf einer abgelegenen Bank einen wunderschönen Blick über die Ramsau genießt. Geheimtipp versteht sich. Die sportliche Laufbahn von Tamara begann mit vier Jahren: Zuerst mit der großen Schwester, dann beim wöchentlichen Training beim WSV Ramsau am Dachstein. Mit zehn Jahren tauchte die junge Sportlerin erstmals in die aktive Welt des Biathlons ein, welche sie bis heute nicht mehr verlassen hat. Es folgten mehrere österreichische Meistertitel, eine Silbermedaille bei den European Youth Olympic Wintergames im Sprint sowie die Aufnahme in den B-Kader des ÖSV. Vor allem die Kombination aus Langlaufen und Schießen macht es für Tamara spannend, „man braucht eine sehr gute Kondition, aber auch eine ruhige Hand.“ Für die kommende Saison strebt die 18-jährige Nachwuchshoffnung Stockerlplätze im Alpencup an, außerdem will sie bei der Jugendweltmeisterschaft in Brasov (ROU) auf Medaillenjagd gehen. Glück bringt ihr dabei ein Chalcedonstein. Und die Erinnerung an den einzigartigen Blick auf die Ramsau vom Grabenbloak.

Tamara Simonlehner

In Gedanken ein einziger Satz, immer kurz vor dem Wettkampf: „Ruhig bleiben, nicht zu nervös sein Tamara – es geht nicht um dein Leben.“ Danach der Startschuss und die große Herausforderung, den eigenen Schweinehund zu überwinden und über Grenzen zu gehen. „Und beim Schießen die Nervosität in den Griff zu bekommen“, merkt die 17-jährige Ramsauerin an. Als Biathletin eine entscheidende Fähigkeit. Schon in der dritten Klasse der Hauptschule wusste
Tamara Simonlehner, dass sie Biathlon professionell betreiben will. Vorher startete sie bei diversen Wettkämpfen, die „nicht sehr spektakulär waren. Ich war nicht sehr gut.“ Doch mit der Zeit entfaltete sich ihr Talent, gepaart mit einer großen Portion Zielstrebigkeit. Erste Plätze beim Austria Cup (Sprint), den Österreichischen Meisterschaften (Verfolgung) sowie einen Platz im C-Kader des ÖSV unterstreichen dies eindrucksvoll. Das große Ziel für diese Saison heißt Jugendolympiade Lillehammer. Dafür trainiert Tamara das ganze Jahr über, am liebsten zu Hause in der Ramsau. „Wie heißt es so schön: Zuhause ist es am schönsten. Das sehe ich auch so.“

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